Savannah & Cumberland Island
Alte Eichen, ein Filmset und eine wilde Insel
Savannah, die älteste Stadt Georgias, und die vorgelagerte Cumberland Island zeigen zwei sehr unterschiedliche Facetten des amerikanischen Südens: durchgeplante Kolonialstadt auf der einen, unberührte Wildnis auf der anderen Seite.
Savannah
Savannah wurde 1733 von James Oglethorpe als erste Siedlung der Kolonie Georgia gegründet und nach einem durchdachten Rasterplan mit ursprünglich 22 kleinen, quadratischen Plätzen (Squares) angelegt — bis heute gilt die historische Innenstadt als größtes zusammenhängendes National Historic Landmark District der USA. Der Chippewa Square erlangte Berühmtheit als Drehort der Bank-Szene aus dem Film Forrest Gump (1994); die im Film gezeigte Bank war lediglich eine Filmrequisite und steht heute im Savannah History Museum. Der Forsyth Park, größter Park der Stadt, ist geprägt von alten Eichen und einem historischen Springbrunnen aus dem Jahr 1858.
Wormsloe Historic Site
Die Zufahrt zur Wormsloe Historic Site, die sogenannte Avenue of the Oaks, ist eine 2,4 km lange, von alten Eichen gesäumte Allee, die zu den meistfotografierten Orten Savannahs zählt. Die eigentliche Plantage geht auf den Siedler Noble Jones zurück, dessen aus „Tabby" — einer Mischung aus Austernschalen, Sand und Kalk — errichtetes Herrenhaus aus den 1740er Jahren zu den ältesten erhaltenen Bauwerken Georgias zählt.
Tybee Island
Tybee Island, Savannahs vorgelagerte Strandinsel, beherbergt einen der ältesten Leuchttürme der USA: Der Tybee Island Light Station wurde erstmals 1736 in Betrieb genommen und mehrfach erneuert. Die Gewässer vor der Insel sind zudem bekannt für regelmäßige Sichtungen von Delfinschulen.
Cumberland Island
Cumberland Island, die größte der Barriereinseln Georgias, ist größtenteils als National Seashore geschützt und nur per Fähre von St. Marys aus erreichbar. Die Insel ist geprägt von dichten, subtropischen Wäldern, endlosen naturbelassenen Sandstränden und den Ruinen ehemaliger Anwesen wohlhabender Familien wie der Carnegies, die die Insel im 19. Jahrhundert als privaten Rückzugsort nutzten. Wildpferde, die auf der Insel frei leben, sowie zahlreiche Meeresschildkröten, die hier ihre Eier ablegen, machen Cumberland Island zu einem der ökologisch bedeutendsten Rückzugsgebiete der amerikanischen Ostküste.
Savannah und Cumberland Island zeigen, wie unterschiedlich amerikanische Geschichte sein kann: eine akribisch geplante Kolonialstadt mit quadratischen Plätzen auf der einen, eine Insel, die dem Menschen weitgehend wieder überlassen wurde, auf der anderen Seite.