Myrtle Beach, Charleston & Congaree

Plantagen, Sumpfwald und der erste Schuss des Bürgerkriegs

South Carolina zeigt sich auf dieser Etappe von seiner vielschichtigsten Seite: endlose Strandpromenade, historische Reis- und Baumwollplantagen, eine der geschichtsträchtigsten Städte des amerikanischen Südens und ein Sumpfwald, wie es ihn kaum noch ein zweites Mal in den USA gibt.

Myrtle Beach

Myrtle Beach ist Kernstück des sogenannten Grand Strand, eines rund 100 km langen, dicht touristisch erschlossenen Küstenabschnitts mit Hunderten Hotels entlang einer breiten Strandpromenade.

Hampton Plantation

Die Hampton Plantation State Historic Site im Francis Marion National Forest ist eine der historischen Reisplantagen South Carolinas. Das gut erhaltene Herrenhaus steht im Kontrast zu den kaum noch sichtbaren Überresten der einstigen Sklavenunterkünfte — eine stille, aber eindringliche Erinnerung an die auf Sklavenarbeit basierende Plantagenwirtschaft des amerikanischen Südens.

Charleston

Charleston zählt zu den historisch bedeutendsten Städten der amerikanischen Südstaaten, geprägt von gut erhaltener Kolonialarchitektur rund um das College of Charleston sowie dem Waterfront Park mit seinem bekannten Ananas-Springbrunnen. In der Bucht vor der Stadt liegt Fort Sumter: Hier fielen im April 1861 die ersten Schüsse des amerikanischen Bürgerkriegs, als konföderierte Truppen die von Unionstruppen gehaltene Festung beschossen. Das South Carolina Aquarium widmet sich unter anderem der Rettung verletzter Meeresschildkröten und zeigt in einem großen Ozeanbecken die heimische Unterwasserwelt der Küste.

Congaree National Park

Der Congaree National Park schützt mit rund 107 km² den größten zusammenhängenden Bestand von altem Hartholz-Auwald in den gesamten Vereinigten Staaten. Ein System erhöhter Holzstege führt durch den sumpfigen Wald, in dem Bäume direkt aus dem Wasser wachsen; die Fauna reicht von zahlreichen Schildkröten über Flusskrebse bis zu Wildschweinen und Schlangen — bei entsprechendem Wasserstand kann der Wanderweg zeitweise überflutet und unpassierbar sein.

Magnolia Plantation

Die Magnolia Plantation, mit einer Geschichte, die bis in die 1670er Jahre zurückreicht, zählt zu den ältesten noch bestehenden Plantagenanlagen der USA. Die rund 160 ha große Gartenanlage ist seit dem 19. Jahrhundert öffentlich zugänglich und bekannt für ihre alten, mit spanischem Moos behangenen Eichen sowie zahlreiche Alligatoren und Schildkröten in den angeschlossenen Teichen und Sumpfgebieten.

South Carolina zeigt auf dieser Etappe zwei Gesichter gleichzeitig: die touristische Leichtigkeit des Grand Strand und die schwere, bis heute nachwirkende Geschichte der Plantagenwirtschaft und des Bürgerkriegs — eingebettet in eine der artenreichsten Sumpflandschaften Nordamerikas.

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